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Grüne Quadrate auf dem Bürgersteig,
welche in die Sporthalle der Grundschule führen
- geheimnisvolle Dinge waren am 22. November rund um
die Bernsdorfer Grundschule im Gange. Wer den Quadraten
folgte, war bei der Startkonferenz des Modellprogramms
"Ein Quadratkilometer Bildung" - konnte gute
Wünsche hören, sich über Sprachförderung
informieren und hemmungslos spielen.
10 Jahre lang wird die Bildungsentwicklung in Bernsdorf
nun gefördert - das bedeutet eine engere Zusammenarbeit
von Kitas und Grundschule, viele kleine und große
Projekte für Kinder und eine Qualifizierung für
die Erzieher und Lehrer vor Ort. Dementsprechend neugierig
waren Dr. Pia Gerber, Geschäftsführerin der
Freudenberg Stiftung, und Dorothee Hermann, Vorstand
der Lindenstiftung, auf alles, was in den kommenden
Jahren passiert. In einem kurzen Gespräch hoben
sie besonders hervor, dass Bernsdorf als Kleinstadt
im ländlichen Raum eine Sonderrolle unter den insgesamt
acht Quadratkilometern Bildung in Deutschland einnimmt
- alle anderen km2 befinden sich in Großstädten,
überwiegend in Westdeutschland. Und dass es hier
manchmal etwas anders zugeht, konnten die Stiftungsvertreterinnen
gemeinsam mit RAA-Sachsen-Vorstandsvorsitzender Helga
Nickich und Bürgermeister Harry Habel bei der eigentlich
feierlichen Unterzeichnung einer gemeinsamen "Urkunde
des guten Willens" erleben.
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Ganz eng drängelten sich die anwesenden Kinder
aus Kita und Grundschule um den Tisch mit der Urkunde
und wollten ganz genau sehen, was da passierte. Die
Unterzeichner ließen sich nur allzu gern darauf
ein. Dr. Gerber erklärte den Kindern ausführlich,
dass sie nach zehn Jahren mit ihnen gemeinsam prüfen
will, was ihnen das Programm gebracht hat.
Dorothee Hermann ging noch einen Schritt weiter: "Was
wünscht Ihr Euch denn?" fragte sie in die
Runde. Die Antworten waren vielfältig: von Spielgeräten
über liebe Geschwister bis hin zu einem allumfassenden
"Ich wünsche mir alles!" Das wird auch
"Ein Quadratkilometer Bildung" nicht erfüllen
können. Aber in der Diskussion im Fachvortrag zum
Thema Sprachförderung wurde klar, dass dringend
ein Runder Tisch zum Thema Gesundheitsförderung
her muss. Darum wird sich nun das km2-Team aus Grundschule,
Kitas und Projektleiterin Maren Düsberg kümmern.
"Genau darum geht es ja im km2: die Menschen vor
Ort wissen am Besten, wo es hakt. Und mit dem km2 Bildung
können wir dann genau an den Punkten ansetzen,
wo Kinder, aber auch die Fachkräfte aus Kita und
Schule Hilfe brauchen. Wichtig ist es, eine Kultur zu
entwickeln, in der man gemeinsam Ideen spinnen kann,
in der möglichst schnell und unbürokratisch
Probleme angegangen werden, wo Kinder merken, dass etwas
für sie getan wird." Und das haben die Kinder
bei der Startkonferenz sicher. Sie konnten ihre Wünsche
aufschreiben, malen, kneten, Spiele und Bücher
zum Thema Sprache ausprobieren und den Unterstützern
des Projektes ganz nahe kommen.
Und die wiederum erlebten ganz hautnah, was sie unterstützen:
neugierige Kinder und engagierte Fachkräfte, die
gemeinsam Bildung verbessern wollen.
Maren Düsberg
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