Ausgabe Nr. 2 - 2015
 
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Susann Lindner machte mit Kürbisbrand ihren Meisterbrief

Jetzt hat Neukirch sogar eine Brennmeisterin




Urlaub! Ankunft auf einem Bauernhof in Österreich und es war furchtbar warm. Darf´s ein Most zur Erfrischung sein? Na klar, sagten Lindners. So ein kühler Obstsaft ist schon was Feines. Doch was man dann schmeckte, war ein leckerer Apfelwein. Most in der Oberlausitz ist eben nicht gleich Most in Österreich. Das alles ist über 15 Jahre her.

 

Fasziniert vom Apfelmost wollten Lindners es selbst probieren, besorgten sich die notwendige Ausrüstung. Und es gelang. Das erste Mostfest fand, klein und unspektakulär, im Oktober 2000 statt. Mittlerweile ist es zu einem fröhlichen Event gewachsen. Statt Eintritt brachten die Gäste Äpfel mit. Und im Jahr einer Apfelschwemme, als gleich mit Pkw-Hänger „geliefert” wurde, entstanden 600 Liter Apfelwein. Das war natürlich viel zu viel für den sofortigen Verbrauch. So reifte die Idee, den Wein zu Schnaps weiterzuverarbeiten. So wurde die Mosterei Stück für Stück zur Brennerei erweitert, entsprechende Lehrgänge absolviert, einfach selbst immer wieder experimentiert und schließlich 2009 die Schusterliebs-Brennerei in Neukich als Gewerbe angemeldet.

Lindners können alle heimischen Rohstoffe und Nahrungsmittel brennen - von der Kartoffel über Getreide bis hin zum Kürbis. Und ein Kürbisbrand war es auch, welchen die 29-jährigen Tochter Susann für ihren Meistertitel kreierte.  „Ich hab von klein auf miterlebt, wie sich das Hobby meiner Eltern Schritt für Schritt entwickelte und war immer mit dabei“, sagt sie. Auch bei meinem Studium zum Lebensmittelchemiker habe ich vieles für unser Hobby in Neukirch dazulernen können. Das Diplom war jetzt natürlich von Vorteil, um direkt in die Ausbildung zum Brennmeister zu starten.

Gemeinsam mit ihrem Vater, der im Hauptgewerbe das Fliesenleger-Handwerk betreibt, inzwischen auch einen Facharbeiterbrief als Brenner in der Tasche hat, machte sie in Baden-Württemberg den Abschluss zum Landwirtschaftlichen Brennmeister. Damit ist Susann Lindner die erste Frau in Sachsen, die diesen Meistertitel trägt.

 

Lindners leben richtiggehend ihre Freizeitbrennerei. Susan Lindner: „Wir veranstalten oft Schaubrennen und Verkostungen, bei denen wir natürlich auch meinen Kürbisbrand anbieten“. Jedoch verraten wir vorher nicht immer, welche Frucht in welchem Destillat drin ist - das sollen die Teilnehmer selbst erraten“. Als Location wurde eine Scheune her- und natürlich stilgerecht eingerichtet. Ein wunderbares Ambiente auch für Familienfeiern oder kleinere Firmenevents.

 

Tochter Susann arbeitet zwar in Dresden in der Lebensmittelüberwachung, aber ganz oft heißt es am Wochenende „Ab nach Neukirch!”. Und gerade kamen Lindners von der Destillata in Östereich mit vier Silber- und drei Bronzemedaillen zurück. Herzlichen Glückwunsch!

 


 
 

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